Feldnotizen vom 08-10.02.16

Nach vier Tagen melde ich mich wieder auf diesem Blog. Von Montag bis Mittwoch bin ich zuerst ins 420km entfernte Nebbi und dann in die Kleinstadt Arua gefahren. Mein Ziel war es mit Journalisten zu sprechen, die unter ländlichen Bedingungen ihrem Beruf nachgehen. Warum dies wissenschaftlich relevant ist, habe ich schon im vorherigen Blog-Beitrag ausgeführt.

Der Nil. Tiere konnten wegen der schnellen Fahrt nicht fotografiert werden.

Der Nil. Tiere konnten wegen der schnellen Fahrt nicht fotografiert werden

Mit dem Busunternehmen Gaa Gaa geht es in der Früh um halb acht los. Die Fahrt ist sehr angenehm und die Straßen größtenteils gut befahrbar und durchgehend asphaltiert. Die Natur, die einen umgibt ist beeindruckend, man sieht Elefanten, Affen, Büffel und sogar Flusspferde, die im Nil baden und das obwohl man sich offiziell gar nicht in einem Nationalpark befindet.
Die Reise bestreite ich zusammen mit Tony, einem Bekannten, der aus einer Familie stammt, die früher dem UPC (Uganda People´s Congress) von Milton Obote nahe stand beziehungsweise dort hochrangige Funktionen eingenommen hat. Sein älterer Bruder ist in Moskau aufgewachsen und ist heute General in der kubanischen Armee. Kurz: Die Zeit ist mit Quatschen schnell vergangen und um drei Uhr nachmittags waren wir in Nebbi. In diesem Destrikt war früher übrigens die Lord´s Resistance Army von Joseph Kony sehr aktiv und hat die Zivilbevölkerung terrorisiert, bis sie 2009 in den anliegenden Kongo und Sudan geflohen und bis heute dort noch mehr oder weniger aktiv ist.
Nebbi erinnert an eine Kleinstadt aus einem Western-Film, es ist heiß, staubig, es gibt nur ein- bis zweistöckige Gebäude und sie besteht hauptsächlich aus einer langgezogenen Hauptstraße und umliegenden Dörfern. Als erstes treffe ich mich mit dem Freelance-Journalist Benedict Okethwengu, der bis vor drei Monaten für das lokale Radio 88.2 Rainbow FM gearbeitet hat. Heute ist er einer von vielen Korrespondenten für die New Vision Tageszeitung, die ihre Nachrichten aus dem ganzen Land übrigens per Whatsapp-Gruppen sammelt. Die Korrespondenten schicken kurze Informationen aus ihren Regionen über ihr Handy an die Zentrale in Kampala und dort werden dann daraus Artikel gemacht.

Robert – Name geändert

Benedict führt mich zu Radio Rainbow, es liegt in einem unscheinbaren Hinterhaus im ersten Stock. Kein Schild weißt darauf hin, dass hier Radio gemacht wird. Die Räume sind kahl und die Wände verschimmelt. An einem einzigen PC sitzt der junge Journalist Robert und schaut etwas überrascht, als wir eintreten. Er hat anscheinend nicht mit Besuch gerechnet. Trotzdem ist er zu einem Interview bereit. Zu Beginn sei gleich festgehalten: Dies war das erste Interview bei dem ich das Gefühl hatte, dass der Interviewte nicht frei spricht, Informationen weglässt und nicht ganz die Wahrheit erzählt. Warum? Dazu später mehr.

Das Aufnahmestudio von Radio Rainbow

Das Aufnahmestudio von Radio Rainbow

Radio Rainbow hat 16 Angestellte und gehört dem unabhängigen Parlaments-abgeordneten Anywarach Joshua Carter. Wir reden über die Arbeitsbedingungen als Journalist auf dem Land und den Medienzugang von kandidierenden Politikern bei den anstehenden Wahlen. Das sei alles kein Problem, so Robert, hier komme jeder zu Wort und es werde ausführlich diskutiert. Die zögerliche Antwort macht mich skeptisch und ich hake nach: Welche Kandidaten denn schon konkret On Air waren? Keine Reaktion. Ich frage noch mal nach. „Ich habe die Frage nicht verstanden“, sagt Robert, also stelle ich sie wieder. Daran könne er sich jetzt gerade nicht erinnern. „Nimmt denn der Besitzer, der zugleich Parlamentsabgeordneter ist, Einfluss auf die Berichterstattung?“ – Nein, das sei auf keinen Fall so.
Nach dem recht kurzen Gespräch folgt eine Führung durch die kargen Räumlichkeiten des Radios. Das Aufnahmestudio besteht aus zwei Tischen, einem Computer, drei Mikrofonen und einem Kabelwirrwarr. Der derzeitige Moderator trägt einen Strohhut, ähnlich wie Präsident Museveni immer einen trägt und kündigt gerade das nächste Lied an. Benedict erzählt später, dass der Host gleichzeitig der Chef der lokalen Crime Preventer ist.

Wer erkennt hier die Sendeantenne des Radios?

Wer erkennt hier die Sendeantenne des Radios?

Das Interview hinterlässt Fragezeichen und Benedict, der beim Interview anwesend war, bestätigt im Anschluss, dass so einige Aussagen nicht gestimmt hätten und er selber vor drei Monaten aus dem Radio ausgeschieden sei, als dem Besitzer Fragen an ihn in einem Liveinterview nicht gefallen haben. Es ist deutlich, dass der Interviewte Angst hatte offen zu sprechen und seinen Job nicht riskieren wollte. Die ganze Situation zeigt, wie wichtig im qualitativen Forschungsprozess die Triangulation, also die Kombination verschiedener Methoden, ist. Der Wahrheitsgehalt der Interviews lässt sich nur überprüfen, wenn man gleichzeitig Dokumente, wie Reports, zum Beispiel von NGOs, auswertet, aber eben auch Feldbeobachtung betreibt. Auch bei anderen Interviews ist bisher auffällig, dass gerne übertrieben wird und die Situation drastischer, als sie eigentlich ist, dargestellt wird. Klar ist, dass Interviewte natürlich immer ein gewisses Interesse und eine Agenda zu den Gesprächen mitbringen. Mit dem Soziologen Schimank ausgedrückt, könnte man das auch als intentionales Handeln bezeichnen, um gewisse Ziele zu erreichen. Meine Reaktion darauf ist auch intentionales Handeln (Darstellung meiner Reise aufs Land) und daraus wiederum ergibt sich eine gewisse Transintentionalität. Aber genug davon.

Benedict Okethwengu

2016-02-08 18.42.19Im Anschluss gehen wir in die Pension, in der ich unterkomme. Dort schildert Benedict seine Einschätzungen und Erlebnisse als Journalist in Nebbi und stellt gleichzeitig einige Aussagen von Robert richtig. Er erzählt von seiner Arbeit als Korrespondent für die New Vision und das er keinerlei Beschränkungen unterliege. Viel Neues ist nicht dabei. Auf einmal springt er auf und sagt: „Komm, wir fahren in mein Dorf zu meiner Frau“. Das Dorf, ein Vorort von Nebbi, sieht so aus, wie man es sich in einem klassischen Hollywoodfilm vorstellen würde. Kleine Lehmhütten mit Strohdach, keine Straßen sondern nur ausgetrampelte Lehmpfade verbinden die Häuser untereinander. Strom und fließend Wasser gibt es hier auch nicht. Benedict lädt seinen Laptop und sein Handy immer in der Stadt im Zeitungsdistributionsbüro auf und arbeitet so lange der Akku hält.

Benedict Okethwengu mit seiner Frau Justine

Benedict Okethwengu mit seiner Frau Justine

Die Gastfreundschaft ist groß. Es gibt Tee, Butterbrote und zum Abendessen leckeres Rindfleisch mit Gemüse. Die patriarchale Rollenverteilung ist auch hier vorhanden. Der Mann macht buchstäblich gar nichts im Haushalt, die Frau macht alles. Und das obwohl sie neben zwei Kindern auch noch als Lehrerin an einer staatlichen Schule arbeitet. Ich spreche Benedict darauf an und er meint lachend: „Das ist nun mal so, es gibt bestimmte Aufgaben, die von den Frauen zu erledigen sind.“

Arua

Am nächsten Tag geht es alleine weiter in den Bezirk West Nile, dessen Distrikthauptstadt Arua (62.000 Einwohner) ist. Tony muss noch in Nebbi bleiben, er arbeitet für USAID bei einem Programm zur friedlichen Lösung von Landverteilungskonflikten, die in Uganda ein ziemliches Problem und Wahlkampfthema geworden sind. Da ist zum einen der (oftmals illegale) Landverkauf an Investoren, die dann Monokulturen anbauen oder Rohstoffe ausbeuten und die Einheimische Bevölkerung von ihrem Land vertreibt. Zum anderen gehen die Konflikte aber auch durch Dorfgemeinschaften und Familien, da Vererbungen und Eintragungen in Grundbücher oft durcheinander kommen. Da bis zum ersten Interview noch etwas Zeit ist, schlendere ich durch die Straßen und stoße auf den örtlichen Markt. Dort gibt es eine große Abteilung, in der alte Autoreifen auseinandergenommen und zu allem Möglichen, zum Beispiel Sandalen, verarbeitet werden. Allgemein wird hier sehr viel recycled und wiederverwendet. Armut macht zwangsweise erfinderisch. Als es Zeit ist, fahre ich mit dem Boda Boda zum Arua One  Radio. Auf dem Weg sehe ich auf einmal hunderte sogenannte Crime Preventers, die in langen Reihen im militärischen Drill ihre Übungen machen. Das ist wirklich gruselig.

Sargbauer bei der Arbeit

Sargbauer bei der Arbeit

Neben der Radiostation bauen fünf Jugendliche Särge und stellen sie an der Straße aus. 120.000 ugandische Schilling kostet so ein Ding, umgerechnet knapp 35€. „Das lohnt sich, wir haben so gut wie keine Materialkosten und verkaufen ungefähr vier Stück am Tag“ erzählt einer der Sargmacher, während er sich auf einen der fertigen lila-weiß bezogenen Holzkisten in den Schatten legt und Pause macht. Als ich ihm erzähle wie viel Särge in Deutschland kosten, fallen ihm fast die Augen aus dem Kopf.

Osman Draga – Arua One

Osman Draga und Redakteurinnen bei der Arbeit

Osman Draga und Redakteurinnen bei der Arbeit

Das erste Interview findet bei 88.7 Arua One statt. Es gehört zur großen Vision Group, die zu 51% dem Staat gehört und auch die Tageszeitung New Vision herausgibt. Deren politischer Redakteur hatte mir erzählt, dass bei ihren Radiostationen die Opposition leichter zu Wort komme, als bei privaten Radiostationen. Osman Draga, der Deputy News Editor, bestätigt dies. Jeden Sonntag gebe es Diskussionsrunden, bei denen Vertreter aller Parteien und unterschiedliche NGOs zu Wort kommen. Interessanterweise berichtet auch er, genauso wie John Kakande, vom Druck seitens NRM-Anhängern und teilweise der Resident District Commissioners, die der Meinung sind, dass in einem staatsnahen Radio die Opposition keine so große Rolle spielen dürfte. „Aber wir machen unser Programm trotzdem weiter und lassen uns nicht beeindrucken“ sagt der sehr nette, aber recht wortkarge Journalist. Für Osman ist der Friedensjournalismus besonders wichtig, er habe dafür in Kairo extra eine Fortbildung gemacht. Sein wichtigstes Ziel bei der Wahlberichterstattung sei, dass alles friedlich bleibe und es keine Gewalt gibt. Er beendet das Interview mit den Worten: „Wenn du Journalist bist, wirst du entweder sterben oder hinter Gittern enden, hat mein Professor immer gesagt.“ Im Anschluss an das Gespräch fragt mich der Journalist, ob er meinen Leitfaden haben könne, er würde ihn gerne kopieren. Nach kurzem Zögern entscheide ich mich dafür. Nach fünf Minuten kommt er wieder, diesmal mit einem Mikrofon in der Hand: „Könnte ich ein Interview mit dir über den Stand der Medien in Deutschland und Uganda machen?“ Klar und so habe ich die Ehre in einem der größten Radiosender Aruas etwas über Friedensjournalismus, strukturelle Probleme im Journalismus Ugandas und die Notwendigkeit die Gehälter von Journalisten zu erhöhen, um Bestechung zu vermeiden, erzählen zu dürfen. Und das mit meinem gebrochenen Englisch.

Radio Pacis – Amen

2016-02-09 16.43.52

Sarah Amviko und Ernest Acidri

Danach fahre ich an den Stadtrand von Arua, auf einem großen Gelände stehen moderne Häuser, umgeben von Solarenergie- anlagen und einem großen Zaun: Willkommen bei Radio Pacis – Gesponsert von der katholischen Kirche. „Peace of Christ for all“ steht am Eingang und ich werde von Ernest Acidri, dem Station Manager und Sarah Amviko, Assistant Program Managerin, empfangen. Beide sind sehr nett und sehr religiös. Die Bibel liegt während dem Interview auf dem Tisch. Der Sender wird von der Diozöse Arua betrieben und hauptsächlich durch Spenden aus dem Ausland, auch aus Deutschland, finanziert. Es besteht deshalb keine große Abhängigkeit von Anzeigen. Zwar gibt es Werbung, allerdings keine für Alkohol, Tabak und erst recht nicht für Kondome – „Hier werden nur die Ideen der katholischen Kirche vertreten“, sagt Ernest.
Auch sie hosten in ihren politischen Sendungen Vertreter verschiedener Parteien. Politische Vielfalt ist ihnen wichtig. Mit dem örtlichen RDC kommen sie gut aus, er selbst wolle immer, dass auch die Opposition zu Diskussionsrunden eingeladen wird, damit sich die Bevölkerung ein Bild von den unterschiedlichen Standpunkten machen kann. Die katholische Kirche in Uganda hat für die Wahlen extra „Grundsätze für politisch Talkshows und Debatten“ gegeben, in denen detailliert erklärt wird, wie solche Diskussionen stattzufinden haben. Ein interessantes Dokument, dass ich netterweise gleich mitnehmen darf. Diskutanten müssten vor ihren Auftritten außerdem immer unterschreiben, dass sie nur die Wahrheit sagen und den Gegner nicht unter der Gürtellinie angreifen. Mit der Uganda Communication Commission haben sie außerdem ein sehr gutes Verhältnis, wenn die Regierung oder deren örtlichen Vertreter Erklärungen über das Radio verlautbaren wollen, sei dies kein Problem, so Ernest. Das ist wirklich ein Radio mit (religiösen) Prinzipien, dass mir insgesamt sehr Staats-hörig vorkommt.

Musema M. Bruce – Wahlkampf im Armenviertel

2016-02-09 17.44.49Als ich das Gelände gerade verlasse, ruft Osman Draga von Arua One an und frägt, ob ich spontan Lust habe auf eine Wahlkampfkundgebung des örtlichen FDC-Kandidaten mitzukommen. Das lasse ich mir nicht zwei Mal sagen und düse mit dem Motorradtaxi Richtung Stadt. In einem ärmlichen Viertel macht dort gerade Musema M. Bruce Wahlkampf. Er ist aussichtsreichster Kandidat für den Sitz im Parlament, nachdem der NRM-Kandidat von der Wahlkommission wegen unzureichender Unterlagen von den Wahlen ausgeschlossen wurde. Musema ist, genauso wie Osman, Moslem. Die beiden scheinen sich zu kennen und gut zu verstehen, auch wenn Osman betont, dass er nicht parteiisch sei. Hunderte Menschen umringen den Kandidaten, der auf einem Plastikstuhl gemeinsam mit anderen FDClern in der Mitte sitzt. Als wir ankommen wird sofort ein Weg durch die Menge gebahnt und ich bekomme einen Platz direkt neben Musema zugewiesen. Es wird klar, dass allein meine Anwesenheit eine von mir ungewollte Wahlkampfhilfe für den Kandidaten ist – kein gutes Gefühl. In seiner späteren Rede auf dem Dach eines Autos verweist er ständig auf mich und hält sogar einen Teil der Ansprache auf Englisch, damit ich ihn auch verstehe. Die Menschen jubeln und die Stimmung ist aufgeheizt. Auffällig viele Frauen sind dort, sie sind die aktivsten und machen am meisten „Lärm“. Durch den Geräuschpegel hindurch erzählt er, dass er seit 1998 aktiv sei, als er als 14-jähriger Schüler zum Schülervertreter gewählt wurde.
Die Menge wird immer größer, interessanterweise sind auch viele NRM-Anhänger mit ihren Wahlkampfutensilien dabei, die aber hier den FDC-Kandidaten unterstützen, nachdem der NRM-Kandidat von der Wahl ausgeschlossen wurde. Es werden Reden gehalten, von den kandidierenden Politikern für das Bürgermeisteramt, den Vorsitz des Local Council 5 und eben für das Parlamentsmandat. Auch eine Fragerunde, bei der die Anwesenden den Kandidaten ihre Anliegen schildern und diese dann darauf reagieren, gibt es.
Danach wird durch das Viertel in die Innenstadt demonstriert und wie das aussieht, lässt sich nur schwer in Worte fassen, deshalb habe ich meine Handyvideos auf YouTube gestellt. Viel Spaß beim Anschauen.

Am Ende der Demonstration lädt mich Musema ein, mit ihm mitzukommen und ein Interview zu machen. Die Chance nutze ich, denn es ist natürlich interessant, wie ein Politiker die Situation der Medien einschätzt. Generell habe er gute Kontakte zu den Medien, der private Radiosender Nile FM und ebenso Arua One laden ihn regelmäßig in die Talkshows ein, dort könne er dann seine Standpunkte deutlich machen. Auch die New Vision berichte über ihn, aber meistens nur, um Gerüchte über ihn zu verbreiten, zum Beispiel, dass er ein Verhältnis mit seiner Wahlkampffahrerin habe. Der lokale Korrespondent der Daily Monitor, die eher der Opposition zugerechnet wird, berichte dagegen überhaupt nicht über ihn. Die Red Pepper wiederum hingegen schon. Radio Pacis habe ihn noch nie gebracht, dies könnte aber daran liegen, dass er Moslem ist und sie ihn in dem katholischen Sender nicht auftreten lassen wollen, denke ich mir.
Erschöpft kehre ich nachts zum Hotel White Castle zurück, wo ich mir mit Tony, der mittlerweile aus Nebbi angekommen ist, ein Zimmer teile. Insgesamt war es eine lohnenswerter Trip aufs Land und die kongolesische Grenze. Die Vielfalt der Berichterstattung war überraschend und auch die relative Medienfreiheit, die dort herrscht. Größere Probleme scheint es bei lokalen privaten Radiostationen zu geben, deren Besitzer entweder selbst politische Ambitionen oder enge Verbindungen zu den staatlichen Verwaltungen oder der NRM haben. Radios hingegen, die zur Vision Group gehören, deren Zentrale in Kampala liegt, bieten der Opposition eine große Plattform. Genauso können kirchliche Radios, die für ökonomischen Druck, genauso wie die Vision Group, nicht so empfindlich sind, eine Meinungsvielfalt sicherstellen. Die Eigentumsverhältnisse scheinen hier auch wieder bestimmend zu sein. Eine detailliertere Auswertung dieser drei Tage erfolgt natürlich in der Masterarbeit. Am nächsten Tag, Mittwoch, den 11.02., geht es in aller Frühe wieder zurück nach Kampala. Das waren anstrengende, aber informative Tage.