Gerade habe ich erfahren, dass der Guerilla Arhat Ba am 10. August ums Leben gekommen ist. Er war in der Medienarbeit des bewaffneten Teils der kurdischen Freiheitsbewegung an vorderster Front dabei und drehte zum Beispiel den Abschuss eines türkischen Kampfhubschraubers am 13.05.16. Seine Worte „Kobra ket, Seat xweş“ (Cobra down, Well done) gingen damals um die Welt.

Im Internet ist ein Gedenkvideo für Arhat Ba zu finden, ihr könnt es euch hier anschauen:

Am Ende des Videos wird eine Videoaufnahme von Arhat gezeigt, in der er sagt: „Freund und Feind sollen wissen: Wir werden gewinnen! Es lebe die Geschwisterlichkeit der Völker!“

Dies drückt unglaublich viel aus und in Verbindung mit den Bildern, die man im Video zu sehen bekommt wird deutlich, dass es sich bei den Guerillas in den kurdischen Bergen nicht um Terroristen handelt, sondern um Menschen, die für eine bessere Welt kämpfen und denen die gesellschaftlichen Bedingungen in der Türkei keinen anderen Weg gelassen haben, als zu den Waffen zu greifen.

Dietmar Bartsch, Ko-Vorsitzender der Linksfraktion im Bundestag, sagte auf dem Jahresauftakt der Europäischen Linken in Berlin anfang diesen Jahres: „Unsere Solidarität haben auch die GenossInnen der PKK, das sage ich ausdrücklich so!“

Ja, diese Solidarität haben sie. Aber sie muss auch praktisch werden: Unsere Aufgabe ist es in Europa, auf unsere Regierungen Druck zu machen, für eine tiefgreifende Demokratisierung der Türkei und die Gleichberechtigung der KurdInnen. Damit eine demokratische Politik für alle möglich ist.

Und damit Genossen wie Arhat Ba nicht mehr sterben müssen.